OSX ist wieder runter und nun wollte ich wieder ein Linux neben meinem Windows XP haben, da kam Ubuntu genau richtig.
Vor Ubuntu war OSX für X86er PCs hier drauf. OSX war eine feine Sache, im Gegensatz zu vielen anderen lief außer meiner Grafikkarte die gesamte Hardware problemlos, selbst Bluetooth und Lan. Aber so ein halbfertiges Betriebssystem (ist ja eine Developerversion) ist nicht das richtige für mich, keine Updates, keine Gewissheit wie lange es läuft und für eine anständige Grafikperformance hätte ich ein neues Motherboard gebraucht. Wenn die Mac Mini Preise mal weiter runter gehen oder ich ein gutes Angebot bei Ebay sehe werd ich sicher zuschlagen.
Zu Linux
Eigentlich war ich immer von Redhat begeistert und hatte schon jahrelang ein Redhat-System oder Fedora neben Windows drauf gehabt. Also installierte ich erst einmal Fedora Core 4. Fedora installierte sich zwar wunderbar, hatte aber Probleme mit dem Bootloader, so das ich es garnicht erst starten konnte. Ich mochte mich nicht mit Grub und Co auseinander setzen, daher gab ich Ubuntu eine Chance.
Installation
Im Gegensatz zu Fedora oder Suse wird kein grafischer Installer verwendet, das klingt rückständig ist aber voll ok. Er arbeitet genauso, in der Anzeige schneller und ist ebenso übersichtlich.
Mit der Installation hatte ich meine Probleme, die erste Installation lief nicht durch, der Installer meldete mir DISK-IO-Probleme. Ich verglich die Prüfsummen der Download-ISO nocheinmal (md5sum für windows), alles war in Ordnung. Die Iso nochmal auf einen neuen Rohling gebrannt und diesmal lief es durch.
Notiz an mich: Für solche Fälle einen 1GB USB-Stick kaufen :-)
Ubuntus Softwareangebot
Ubuntu ist eine Linuxdistrie die auf Debian basiert. Debian selbst mochte ich eigentlich nie, besonders da die meisten vorgefertigten Packages im Redhat-Format rpm und selten in Debianbasierten deb Paketen verfügbar waren.
Bei Ubuntu ist das anders. Das Softwareangebot ist riesig, und fast vollständig aktuell. Anders als bei Fedora muss man für die lizenzrechtlich problematischen (mp3, ntfs, decss etc.) Pakete
keine extra Repertoire installieren (bspw. Livna bei Fedora), im Universe/Multiverse-Repertoire wird das alles mitgeliefert.
Sollte ein Paket mal nicht im Ubuntuangebot sein und man möchte es nicht selbst kompilieren, dann kann man .rpm-Pakete zur Not auch noch mit dpkg installieren.
Was ist anders?
Eigentlich nichts. Bei Ubuntu gibts jede Oberfläche: Gnome, Kde, Fluxbox, XFCE, Windowmanager, alles ist bereit zur Installation. Das Handling ist das gleiche wie bei allen Linuxdistributionen. Eigentlich muss ich sagen das ich soweit gar keinen Unterschied finde. Linux-Umsteiger sollte keine Probleme haben.
Wie gehts weiter?
Ubuntu bleibt erstmal drauf, mal schauen wie lange, ich spiele ja gerne mit alternativen Betriebssystemen. Hier waren schon BeOS, QNX, OS/2 und praktisch jede Linux-Distribution von Suse bis Gentoo drauf. Ubuntu mag ich aber besonders, insbesondere wegen der vielen aktuellen Software und der guten Community.
Download
Ubuntu-Release The Breezy Badger (Version 5.10) für 32bit, 64bit und PPC.